WDR Moderatorin mit Ausstellung
Kölner Musikgrößen tauchen in die moderne Kunst ein
EXPRESS
24.04.2026
Von Marcel Schwamborn (msw) Daniela Decker (dd)
WDR-Moderatorin Manuela Klein zeigt im Rahmen der Discovery Art Fair Cologne ihre Kunst aus Müll und Naturmaterialien. Zur Eröffnung schauten auch viele bekannte Kölner Gesichter vorbei.
Die elfte Ausgabe der Discovery Art Fair Cologne (23. bis 26. April 2026) ist nicht nur ein Treffpunkt für zeitgenössische Kunst, sondern ein Ort der Begegnung und der persönlichen Gespräche.
Die Veranstalter haben sich im Vorfeld wieder gezielt auf die Suche nach Neuentdeckungen gemacht. Eine davon ist die rheinische Journalistin Manuela Klein (52). Unter dem Titel „environmental street art“ gestaltet sie seit 2022 Plastiken, die es in dieser Form bisher nicht gab.
Discovery Art Fair Cologne läuft noch bis zum 26. April 2026
Die TV-Expertin beschreibt ihre Kunst als wild, unkonventionell und inspirierend. „Ich bin dankbar und stolz, dass ich hier erstmals meine Kunst präsentieren darf. Für mich ist das ein Ritterschlag, denn ich bin klassische Quereinsteigerin und habe weder Kunst gelernt noch studiert“, betont Klein im EXPRESS.de-Gespräch.
117 Kunstschaffende aus 16 Nationen hatten sich im Vorfeld beworben. „Das war schon spannend, weil man ja nicht weiß, ob man wirklich genommen wird. Umso größer war natürlich die Freude, die ich kaum in Worte fassen kann“, gesteht Klein.
„Ich gehe mit offenen Augen durch die Stadt und sammele Müll und Naturmaterialien. Damit erzähle ich dann die Geschichte, die das Bild trägt.“ Eine ganz besondere ist das Bild „Resist“, das Manuela Klein speziell für den Kölner Verein „Frauen helfen Frauen“ gestaltet hat und dessen Erlös an ihn geht.
In den Werken von Manuela Klein steckt viel Persönlichkeit. Das sahen auch die zahlreichen Gäste, darunter Marita Köllner, Olympiasiegerin Heike Henkel, die Musiker-Legenden Henning Krautmacher und Erry Stoklosa oder Chorleiter Michael Kokott.
Für Bläck-Fööss-Urgestein Stoklosa wirkten die Werke sehr kreativ und zugleich ungewöhnlich. „Ich habe zwar direkt den Dom entdeckt, aber ich hätte nicht auf Anhieb die Geschichte deuten können. Meine Kunst ist die Musik, da ist die darstellerische Kunst ein wenig auf der Strecke geblieben. Meine ganze Kreativität ist in Texte und Melodien gegangen“, betont der Sänger, der über 50 Jahre mit den Fööss auf der Bühne stand.
Obwohl die Musik für ihn immer an erster Stelle stand, hat er eine weitere künstlerische Neigung. „Bis heute fotografiere ich sehr gerne. Die Kamera kann so gut sein, wie sie will. Das Wichtigste ist aber das Auge, das das Motiv, Licht oder eben den richtigen Moment erkennt.“ Was aber kaum einer weiß: Erry hat auch eine Begabung zum Malen. „In den 80er Jahren habe ich zeitweise verschiedene Motive wie Blumen und Schiffe gemalt. Obwohl es mir sehr viel Spaß gemacht hat, fehlte mir einfach die Zeit.“
Chorleiter Kokott schaute sich die Werke ebenfalls interessiert an. „Spannend und bewundernswert, dass Manuela einen Weg gefunden hat, den es in dieser Form noch nicht gegeben hat. Ich bin sehr offen für Neues, daher bin ich fasziniert von der Form der Bilder und der jeweiligen Geschichten, die dahinterstecken.“
